Gauß - Zeitung (von Jürgen S.... )

Hans Heinrich W...

Nicht weit von der Hauptstadt der Niedersachsen
sieht man einen Großflughafen empor wachsen.
Der Airport wird allgemein Hannover genannt
und ist nur Eingeweihten als Langenhagen bekannt.

Viel bekannter ist dagegen unser Mann aus Langenhagen,
man braucht nur nach Hans-Heinrich zu fragen,
doch bitte nicht montags nach zehn,
da sah man ihn des öfteren zum Billard geh´n.

Auf Weltreise ging er im Februar
und im März war er wieder da,
hatte Bilder geknipst in Massen,
die galt es, als Dias in Rahmen zu fassen.
Und im April wurden sie vorgeführt,
dazu gab's Schmalzbrote, dick geschmiert.



Norbert A...

Zwar kein Hüne an Gestalt, doch blauäugig und blond,
und Fußball spielt er wirklich gekonnt.
Seine Heimat ist das Schwabenland,
am Schwäbischen Meer liegt sein Badestrand.

Seit dem 2. Semester teilt er mit uns Freud' und Leid,
davor hatte er seine Techniker-Zeit.
Er war uns darum auch in vielem voraus,
ich sage nur, Norbert , mach Dir nichts daraus.
Der Schein hat uns jetzt zwar gleich gemacht,
doch es ist nur der Schein, wie gesagt.


Karl-Wilhelm B...

Wer kennt es nicht, das KaDeWe?
Doch kennt vielleicht einer KaWeBe?
Na klar doch, wer den Karl nicht kennt,
hat wohl sechs Semester durchgepennt.

Eigenwillig war er von Anfang an,
auch zum Semester-Fußball trat er nicht an.
Ein gutes Auge beweist er beim Fotografieren,
mit seinen Bildern kann er ganze Wände tapezieren,
jedoch verbietet ihm das sein guter Geschmack!
Wie kommt es nur daß er WF nicht Maack?
Ich mochte  hier  einmal   eine  Prognose wagen,
vielleicht sind's fünf Minuten, die man ihm nachgetragen!


Klaus B...

Der 3. Ersatzjesus von Oberammergau trägt heute wieder gestutztes Haar,
obwohl er mit wallendem Bart und Haar eine tolle Erscheinung war.
Ist der Vorlesungsstoff mal langweilig und fade,
so erregt das seinen Geist in höchstem Grade.

Schnell malt er mit viel Geschick und Phantasie
auf ein Blatt Papier eine Karikatur voller Ironie,
die geht dann unter den Studenten um,
und der Dozent hat ein erheitertes Auditorium,
das auch den Rest des Vortrages mit Fassung erträgt,
dank Klaus, der uns mit seinen Gags um Längen schlägt.


Fritz Z...

Zunächst hat er die Funktion von Knöpfen studiert,
Das Personal im Virchow-Krankenhaus war gern hilfsbereit,
dann ging er daran und hat selber welche konstruiert,
doch wurde das langweilig mit der Zeit.

Er wandte sich darum neuen Dingen zu.
Die Ausbeutung der Arbeiter ließ ihm keine Ruh'.
Das Work-Faktor-System war ihm ein Dorn im Auge,
weil es seiner Ansicht nach nur zur Ausbeutung tauge.

Bei Niersteiner Weißwein in Lucy's Weinausschank
fand er stets eine, gottseidank,
mit der zu diskutieren es sich lohnte,
und die er gern mitnahm im Kadett, wenn sie außerhalb wohnte.

Ob "Go-In, ob Pam-Pam, ob Loretta im Garten",
den Fritz kann man überall erwarten.


Andreas V...

Hans-Dampf - in - allen- Gassen,
eben noch hier, kaum je zu fassen.
Pfeife raucht er noch nebenbei,
Plakate entwirft er ziemlich frei
für Feten, Parties, einerlei
in allen Dingen, die schnell zu besorgen sind,
wendet man sich an Andy geschwind.

Nur samstags, alle 14 Tage, da zieht's ihn hinaus,
da hält er's zu Hause erst recht nicht aus.
Der Abschied von der Hertha fällt Dir bestimmt schwer,
doch sie kommt bestimmt einmal im Jahr nach Frankfurt her.


Johannes G...

Wenn Du in Optik kein Licht erblickst,
oder fühlst Dich in Steuerungstechnik leicht ausgetrickst,
dann wirf die Flinte nicht gleich ins Korn!

Nehmen die Probleme in Getriebelehre zu,
läßt Dir Dein mangelndes Wissen in Rg keine Ruh`,
dann wirf die Flinte nicht gleich ins Korn!

Siehst Du Differentialgleichungen nur ganz verschwommen,
bist Du in Elektrotechnik ins Schwimmen gekommen,
wer half stets und war immer bereit,
die Klippe mir Dir zu umschiffen zur rechten Zeit?
Auf ihn kann man immer und jederzeit zählen,
drum darf er auch auf der Semester-Fete nicht fehlen.
Ich denke, Johannes, Du weißt jetzt, wer es ist,
weil Dein Gedächtnis wohl das beste ist.


Joachim R...

Das Haar wächst und wächst, doch vor allem an den Seiten,
denn in der Mitte schwand es schon beizeiten.
Eine Locke ist darum sein ganzer Stolz,
die wird um Himmelfahrt herum stets abgeholzt.

Er ist immer zu Späßen aufgelegt,
er ist's auch der Verantwortung für´s Skatblatt trägt.
Der R..., oh Verzeihung, Herr R..., denn die Zeit sollte sein,
fügte sich natürlich auch nahtlos in das Billlardteam ein,

Überhaupt gewann er dem Studium die sonnigsten Seiten ab,
jetzt bringt ihn zu Hause sein Feldwebel für die Arbeit auf Trab.


Diether W...

Was zieht den Münchner nach Berlin?
Trieb ihn die Bundeswehr hier hin?
So fragte ich mich, jedoch nicht lange,
die Bundeswehr, die macht ihn bange,
so ließ er mich wissen,
und ein paar Jahre wird er´s hier noch aufhalten müssen.

Sind´s nun Ohrklips, Anhänger oder Ringe,
aus Silberdraht sind diese Dinge,
und Weihnachten ist das größte Geschäft,
weshalb er um diese Zeit kaum schläft.

Er biegt und hämmert die ganze Nacht,
um die Ringe zu versilbern am nächsten Tag.
Bestellt man einen Ring oder Anhänger oder so,
für prompte Lieferung sorgt Diether und Co.


Frank W...

Bevor dem Opel der Rosttod beschieden war,
warf ihn ein Unfall doch noch vorzeitig aus der Bahn.
Unser Mann stieg auf VW um, das war klar,
und mit dem kommt er aus Neukölln zur Vorlesung gefahr´n.

In Neukölln ist es laut durch den Flugverkehr,
da mußte also eine Schalldämmung her.
Was liegt da näher als das Haar lang zu tragen.
Wer's nicht glaubt, kann Fränkie fragen.


Hartmut S...

Hamburg, mein Hamburg, warum hab ich Dich verlassen?
Sollte mir das Leben in Berlin besser passen?
Er war unser Semestersenior
und ist es, denke ich, nach wie vor.

Mit sehr viel Eifer ging er an´s Studieren,
wodurch dann auch die guten Noten resultieren.
Nur im letzten Semester hat's ihn doch mal kalt erwischt,
denn in der AW-Klausur wußte er plötzlich nischt.

Hartmut tanzte lange unerkannt,
bis er bei Gaußens einen Tanzkollegen fand.


Helmut R...

Wer nahm die Geschicke des Semesters in die Hand?
Wer setzte sich für uns ein mit Energie und Verstand?
Unentbehrlich ist so ein Semesterobmann.
Doch so ein Job ist recht undankbar, dann und wann,
denn wenn wieder mal ein Semester gelaufen war,
blieb der Obmann oft bis zum letzten Tage da,
während andere schon Urlaub machten
und nur noch ganz schwach ans vergangene Semester dachten.

Von Hause aus ist unser Helmut mit der Optik vertraut,
darum hat er auch ein Varioobjektiv gebaut,
d.h. er hat es nur konstruiert
und an der Zuse mit Zahlenketten operiert.

Eine Exkursion zur Fa. Leitz organisierte er im Mai,
und er machte es geschickt, denn für uns war die Fahrt kostenfrei.


Joachim E...

Ein Haus muß her, doch da gibt´s viel zu tun,
darum ließ ihn die´s Thema ein paar Semester lang nicht ruh'n.
Kurz zuvor trat er in den Stand der Ehe,
auf daß man sich gemeinsam nach einem Hort umsehe.
Im Süden Berlin´s fand man das Traumhaus dann;
zur Vorlesung kommt er im Kadett Caravan.

Seinen Ingenieur-Posten hat man bei Osram schon gut präpariert,
denn Achim hat von dort ein Stipendium kassiert.


Dieter P...

Strömt aus meinem Zimmer mal süßliche Luft,
so ist das bloß meines Pfeifchens Duft.
Wenn dazu bizarre Musik erklingt,
die manchen vielleicht zum Träumen bringt,
so ist das nicht immer Underground-Klang,
manchmal ist es nur der Wellensittiche Gesang.

Doch bring' das mal einer den Nachbarn bei.
Die meinen doch manchmal wie störend das sei,
dabei geht bei den meisten viel lauter die Wohnungsklingel,
als die Underground-Musik bei Dieter P....


Rainer B...

Wer kann es sich schon leisten
und kommt im Taxi zur Vorlesung?
Ja, wer schon, doch wissen die meisten
der Rainer B.... kommt oft mal auf'n Sprung
bei unserem Semester vorbei,
um zu erkunden, wie weit man mit dem Studium sei.

Zum Semesterschluß taucht er dann öfter auf,
dann trägt er dicke Ordner zu Hauf,
kopiert und kopiert den ganzen Schmarrn,
dann geht er wieder, um Taxi zu fahr'n.


Rudi P...

Singe wem Gesang gegeben,
das alte Wort soll weiter leben.
Doch meistens ist's dann der Text, der fehlt.

Hier haben wir naturlich auf Rudi gezählt.
Auf unser Exkursion war er´s der die Lieder kannte
und immer neue Strophen nannte.
Zuhause ist er in der Wüste aus Stein,
Märkisches Viertel soll glaube ich, der offizielle Name sein.


Dirk H...

Zunächst unternahm er nur kürzeste Reisen,
und die endeten in DDR - Gefängnissen meistens.

Dann hat er sich zum Westen abgesetzt
und unternimmt nur noch große Reisen jetzt.
Im letzten Sommer bereiste er die Vereinigten Staaten,
in diesem Sommer kann man ihn in Südafrika erwarten.

Im Semester fiel er auf die Nerven den Dozenten
und auch vielen der Studenten,
denn er ist nun mal von der Richtigkeit seiner Meinung überzeugt,
und es kommt selten vor, daß sich Dirk einer anderen Meinung beugt.



Harro K...

Schon als Boxer stand er seinen Mann,
und mit guter Kondition trat er die 6 Sunden bei Gaußens an.

Im Semesterfußball spielte er Stürmer, doch auch manchmal hinten,
denn in der Abwehr war er einfach nicht zu überwinden.

Autos aller Arten interessieren ihn,
ja, und Papa ist er auch schon. Der Harro K....


Wolfgang K...

Ein Mann gediegen und von Format,
fährt nur Mercedes in der Tat,
fängt immer 5 Minuten vor der Pause an zu schrein,
na, dass kann doch nur der Wolfgang K... sein.


Ewert

Wir haben auch einen, der war neu,
und von Anfang an etwas scheu.

Adrette Frisur, adrettes Gewand,
- wer ist´s, das liegt doch auf der Hand.

Es ist der Ewert der Scharmeur,
unser größter Konstrukteur.


Jürgen S...

Friesland ist ein schönes Land,
in Borgstede ist er wohlbekannt,
der Stille mit dem Rauschebart,
der lang schon für ein Auto spart.

Zum eigenen Auto ist er nicht gekommen,
denn Lucie hat ihm alles abgenommen.
Ist er später dann in "Fahrt",
er auch nicht mit den Worten spart.

War es dieser Redetrieb,
weshalb er diese Zeitung schrieb?
Wir sind dem Jürgen sehr verbunden,
dass er für Alle hat das Richtige gefunden.

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Dozenten

Herr K. Maack


Der Weg nach Kiel auf dem Rad war weit,
so beginnt eine Geschichte von einer schweren Zeit.
Mit Fleiß, Ehrgeiz und Ausdauer hat er auch den Weg nach oben geschafft,
und zwar mit wenig Stipendium und vor allem aus eigener Kraft.

Heute ist das Studieren ja viel zu leicht,
so daß man das Ziel viel zu bequem erreicht.
Die WF-Hürden sind recht gefährlich aus diesem Grund,
denn wer öfter springt, hält den Kreislauf gesund.
Viel zu viele schafften den WF-Parcour,
und im Endergebnis gab es einen Zweier-Mann nur.

Herr Maack, ist es denn der Weisheit letzter Schluss,
daß der Feinwerk -Ingenieur in WF derart glänzen muss?


Herr Rabe, Herr Linke

Wer bei uns Feinwerktechnik studiert,
muß vor allem wissen, wie man konstruiert.
So mancher Entwurf wird gleich verdammt,
das hatten wir nach 4 Semestern erkannt.

Die beiden letzten Semester nun
bekamen wir es gleich mit zwei Dozenten zu tun.
Wir durften uns auf die beiden verteilen.
Die einen blieben bei Herrn Rabe,
die andern sah man zu Herrn Linke eilen.

Teamwork steht nicht hoch im Kurs hier bei Gauß,
denn da kennen sich die Dozenten nicht richtig aus.
Wie soll man ein solches Werk beurteilen?
Wer hat's gezeichnet? Wer schrieb den Text dazu in Zeilen?
Wer zeichnet denn in Büro einen Entwurf auf Transparent?
Ein Zeichner ist es mit Zeichentalent,
der vom Konstruieren nur wenig versteht,
weil Entwerfen doch meistens im Kopf vorgeht.

Man diskutiert ein Problem zu zweit eine Nacht,
dann wird das Ergebnis zu Papier gebracht.
Dabei ist's dann doch wohl nebenbei gesagt
egal wer den Text schreibt oder die Zeichnung macht.
Termine sollte man geben mit Bedacht
und nachdem man darüber nachgedacht
und nicht Zeiten sagen, die man dann
verändern, verschieben und verlegen kann.

Ist der Termin einmal genannt
dann wird er als unumstößlich anerkannt,
und nur in wohlbegründeten Ausnahmen darf es dazu kommen,
dass auch Tage spater ein Entwurf wird entgegen genommen.


Herr Walther

Im Messraum wird mit kleinsten Werten operiert,
deswegen ist man beim Messen dort gerne ungestört.
Die Temperatur wird fast als konstanter Wert serviert,
doch ein Problem ist nach wie vor ungeklärt.
Obwohl Herr Walther seinen Vortrag so richtet,
dass man im 5. Semester am meisten aus dem Messraum berichtet,
kamen Berichte nur sehr spärlich ein.
Sollte die Vortragsart vielleicht nicht die rechte sein?

Vielleicht  lag  es  auch  gar  nicht  am Dozenten
und war  nur  Faulheit  der  Studenten!



Dr. Czichos

Vor Jahren war auch er ein Student  bei Gauß,
Dann  ging  er   zur TU und  man  zeichnete  ihn  dort  aus.
Mittlerweile hat er nun  auch seinen Doktorhut,
und  seine Sache als Dozent bei Gauß macht er gut.

Sein  Vortrag in Optik war sehr gut aufgebaut,
darum  hat   er  auch nur selten auf die Uhr geschaut.
Trotzdem schaffte er seinen Vorlesungsstoff vor der Zeit
und  war dann gerne zu einer Pause bereit.

War  das  nun Taktik, Psychologie oder was sonst bloß?
Am besten wir erkundigen uns mal bei  Dr. Czichos.


Herr Williges

Montags  ging's  im 3. und 4.Block
zur Regelungstechnik in  den  3. Stock.
Dort  wurde in Beispielen angeführt,
was so alles geregelt wird.

Da gab  es  Strecken mit und ohne  Ausgleich,
auch Reglertypen gab es  zahlreich.
P-Regler, l-Regler, dazu Kombinationen,
und auch D-Regelungsanteile
wurden  erwähnt  mit  einer  Zeile.

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Flummi


Flummi oder wie das Ding sonst heißt,
ein Springball war unser Semestergeist.
So manche Pause gab es heiße Schlachten,
die Bewegung ins Semester brachten.
Zielobjekte gab es immer genug,
und so einiges ging dabei zu Bruch.


Leibesübung

Im letzten Sommer begann unsere Trimmaktion.
Gebildet wurde eine Fußballfraktion,
und jeden Mittwoch ging es nach Rehberge hinaus.
So manchem ging beim Laufen die Puste aus.
Der krönende Abschluß war ein Spiel gegen eine Mannschaft von Beuth,
die hatte die Kosten für eine Flasche Sekt nicht gescheut.
Sieger und Besiegte tranken den Sekt nach dem Spiel,
da gab's für den Einzelnen natürlich nicht viel.
Auf jeden Fall hat das Spiel Spaß gemacht,
und mancher hat dadurch ´n paar Pfund weniger auf die Waage gebracht.

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Danke an den Dichter, der unsere Erinnerungen
an unsere "wilde" Zeit konserviert hat.
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